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Dipl. Biol Joelle Apter
 Dipl. Biol Joelle Apter

Das Juden-Gen

Volksgruppen, die häufig unter sich heiraten und sich fortpflanzen sind auch genetisch "verknüpft". Es ist bekannt und wissenschaftlich unbestritten, dass es genetische Muster gibt, die bei Juden gehäuft vorkommen.

Eigentlich nicht erstaunlich. Viel erstaunlicher ist es doch, dass die Gesellschaft sich darüber empört. Ist es denn so schlimm, wenn sich Bevölkerungsgruppen voneinander genetisch unterscheiden, wenn mit einem einfachen DNA-Test die eigene Herkunft bestimmt werden kann?

Kritiker sagen, dass die DNA-Herkunftstests für rassistische Zwecke missbraucht werden könnten. Das stimmt. Nur müsste der Missbraucher sich selber zuerst testen lassen, denn niemand weiss im Voraus, woher alle seine Vorfahren kommen. Letztendlich ist jeder einzelne von uns ein buntes Gemisch von verschiedenen Vorfahren.

Jeder Mensch hat heute die Möglichkeit, seine DNA auf seine genetische Herkunft hin testen zu lassen. Bei Personen, deren Familien sich aufgrund von Unruhen, Kriegen oder Vertreibungen über die ganze Welt verteilt haben, ist dies besonders beliebt - so auch bei der jüdischen Gemeinschaft.

Das Wissen um die eigene Herkunft ist vielen wichtig - in der Regel mit fortschreitendem Alter immer wichtiger. Es ist heute möglich, aus einer einfachen Speichelprobe (iGENEA) Informationen zu gewinnen, die einen Tausende Jahre in die eigene Vergangenheit zurückschauen lassen und aufgrund derer man Personen auf der ganzen Welt finden kann, zu denen man den Kontakt schon vor Generationen verloren hat. DNA-Genealogie verbindet.

Zurich, 06.10.2013

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